Donnerstag, 23. August 2018

Über die letzten Monate.

Mehr als die Hälfte des Jahres ist schon rum, der September steht fast vor der Tür.. ein großes Ereignis, das seit Jahresbeginn in meinem Kalender stand, ist im Juli bereits gewesen. Eine kleine Reise nach London ebenfalls.. dazwischen ein paar kleine Treffen, ein Open-Air-Kino-Abend, ein Abschied auf Zeit von Herzensmenschen. Und im September liegen so schöne Ereignisse an - zwei Wochen Urlaub, ein Wiedersehen mit dem Meer, eine große Feier und zum Abschluß ein Mädelswochenende in Holland. Die Zeit rennt.. und mit ihr stelle ich mir zwischendurch immer wieder die Frage, wie ich meine Zeit eigentlich verbringen will, wie mein Alltag aussehen soll. Was ich 'haben' will, was ich unbedingt machen möchte, was ich nicht brauche, was ich loslassen will, was ich einfach nicht in meinem Leben möchte.


Am Tag vor Silvester letztens Jahres saß ich da und schrieb. Einfach drauf los.. einen Brief an das neue Jahr, an mich. Notierte meine Wünsche, Pläne und Gedanken. Zu einem Zeitpunkt, der nicht einfach war - mitten in einer Trennung. Eine Zeit, die viele Fragen unterschiedlichster Art und aus ganz verschiedenen Bereichen aufwirbelte, die mich sehr viel nachdenken ließ, mich manches Mal aufweckte.. und mir neue Möglichkeiten gab. Auch wenn das in solchen Momenten nur sehr schwer bis nicht zu sehen war.

Und nun sitze ich mehr als ein halbes Jahr später da, bin erstaunt, dass tatsächlich schon so viel Zeit vergangen ist und überlege, wie diese Zeit für mich war und noch immer ist.. was ich daraus mitnehmen kann, was sich geändert hat. Vieles konnte ich bereits umsetzen, habe mich durchgekämpft, viel gedacht, geredet, gefreut, erkannt, getraut, war stark. Und war zwischendurch natürlich auch traurig, unruhig, planlos, zweifelnd und schwach... wie sicherlich jeder, der eine solche Zeit durchlebt, sich neu sortiert - egal ob es sich um eine Trennung dreht oder eine andere Art von Veränderung. Ich versuche immer noch zu erkennen, was ich für mich tun kann.. das hört nie auf und sollte nie aufhören. Und ich lerne täglich dazu. 

 

Dass mir Spaziergänge gut tun. Musik. Interviews hören und in der Zeit etwas Produktives tun, etwas mit den Händen machen - kreativ sein, lettern, Fotos bearbeiten, Punkte von der To-Do-Liste erledigen. Gespräche. Schreiben, nur für mich oder für den Blog. Draußen sein. Ich lerne, dass ich sehr gern Zeit mit lieben Menschen verbringe, aber auch Zeit für mich allein benötige. Und mir diese bewusst nehme, dass ich häufiger auf mich und mein Bauchgefühl höre. Dass ich mehr und mehr erkenne, was mir gut tut, womit ich mich wohl fühle. Ich habe gelernt, dass Zeit ins Land gehen muss, manches sich erst setzen muss. Dass man Entscheidungen überdenken und auch revidieren kann. Dass sich Dinge ändern können. Dass der Kopf auch mal eine Pause von allem braucht.. und vor allem, dass Kopf, Seele und Körper ganz eng miteinander zusammenhängen. 

Dass Ordnung im Äußeren auch ein wenig Ordnung ins Innere bringt - Stichwort 'Minimalismus'. Dass es gute Phasen und nicht so gute Phasen gibt. Dass es beides geben muss und dass man dies zulassen muss, auch wenn es schwer ist. Dass es ganz viele Momente gibt, in denen man vergessen kann. Und diese Momente halte ich fest, erinnere mich wieder und wieder daran. Versuche mehr dieser Augenblicke und Ereignisse zu 'planen' und mir zu schenken. Und ich lerne, dass Gefühle wie Wut mich nicht weiterbringen. Dass sie es mir auf lange Sicht überhaupt nicht leichter machen und dass es nicht das ist, was ich in meinem Leben haben möchte.


Und so versuche ich auch weiterzumachen.. mit dem, was mich glücklich macht. Was mein Bauch mir sagt.. egal, was das 'Außen' meint. Und wenn mir mein Bauchgefühl sagt, dass es ok ist, einen ganzen Samstag zuhause vor mich hinzurödeln, zwischendurch spazieren zu gehen, im Café zu stoppen, früh schlafen zu gehen und das am nächsten Tag zu wiederholen, dann ist das so. Als Nächstes geht es dann wieder spontan nur für ein Frühstück mit Herzensmenschen in die Heimat. Und danach auf einen Kaffee zu meiner alten Freundin, und wenn es nur für kurze Zeit ist. Ich versuche spontaner zu sein, abzuwägen, Dinge in die Tat umzusetzen. Denn am Ende will ich mein Leben so gestalten, wie es sich für mich gut und richtig anfühlt. 

 Habt es schön! 
Alles Liebe, xx

Mittwoch, 15. August 2018

Über das kleine Glück - meine persönliche Sammlung.

Vor ein paar Wochen habe ich hier ein wenig über das Glück geschrieben. Was es für mich bedeutet, wo ich es im Alltag sehe.. und in der letzten Zeit bin ich häufig Zug gefahren. Für mich ist das die perfekte Gelegenheit, um in Ruhe Musik oder einen Podcast zu hören.. und die Gedanken schweifen zu lassen. Um Pläne zu schmieden, To-Do-Listen zu schreiben.. um Erlebnisse Revue passieren zu lassen, Gedanken zu sortieren & zu notieren. Herausgekommen ist eine neue Sammlung bzw. eine Ergänzung zu dem letzten Beitrag über das kleine Glück.