Sonntag, 5. März 2017

Zeit zuhause. Und einfach anfangen...

Mit freiem Kopf ins neue Jahr starten. Oder einfach in einen neuen Monat, der Zeitpunkt ist eigentlich egal. Mit viel Platz für neue Gedanken, Pläne und Ideen. Mit dem, was hinter einem liegt, abschließen, sich nochmal Zeit nehmen und in Ruhe daran zurückdenken. Freuen über das, was schön war und was man so weitermachen möchte. Überlegen, was besser oder anders hätte laufen können, was man zukünftig vielleicht anders machen möchte. Vielleicht bei einem langen Spaziergang oder indem man es aufschreibt. Und dann neu durchstarten - mit freiem Kopf.


Dazu gehört für mich, auch in meiner Wohnung Ordnung zu machen. Ausmisten, neu sortieren, mich von Altem trennen, Platz für Neues machen. Denn das macht bekanntlicherweise auch den Kopf frei.. und dabei können die Gedanken so schön schweifen. Auch wenn es auf meinen Bildern meist sehr ordentlich aussieht, gibt es hier selbstverständlich unzählige Ecken, Schubladen und Schränke, die aufgeräumt werden sollten [meine Mama wird mir vermutlich sofort zustimmen].. Und so habe ich mir in den letzten Wochen immer wieder zwischendurch Zeit genommen, bin von Zimmer zu Zimmer gegangen.. und habe einfach angefangen. 


Wie? Nimm dir nicht zu viel auf einmal vor, mach es in deinem Tempo! Schreib spontan auf, was du verändern möchtest, welche Ecken dich stören. Mir tut es immer gut, Ergebnisse zu sehen, also fange ich auch gleich klein an.. die Hauptsache ist, dass man überhaupt anfängt. Aus der ersten Schreibtischschublade wurden bei mir dann von ganz allein alle 10 - ich räumte die Schubladen komplett aus, sortierte sie ganz neu, prüfte, ob die vielen Stifte überhaupt noch schreiben und ob der Kleber über die Jahre nicht vielleicht doch eingetrocknet ist. Ich heftete den immer weiter wachsenden Unterlagenberg ab und miste dabei auch gleich die Ordner ein wenig aus... Rechnungen für einen Kalender von 2007 braucht man vermutlich nicht mehr. Ich sicherte nach viel zu langer Zeit wieder Bilder und Dokumente auf der externen Festplatte und räumte den Desktop auf. 



Und versuchte mich zwischendurch immer wieder zu fragen: wofür brauche ich 10 leere Notizhefte oder 30 Rollen Masking Tape? Kann ich jemand anderem eine Freude damit machen? Und muss ich wirklich alle 15 Täschchen behalten, die ich nähte, als ich das erste Mal nach 15 Jahren wieder an einer Nähmaschine saß? So suchte ich die schönsten raus und behalte sie nun als Erinnerung.


Ich nahm mir einen ganzen Abend, um die Kiste mit Andenken durchzusehen. Las mich durch alte Notizbücher, Tagebücher und Kalender, freute mich über die gesammelten Erinnerungen an viele Reisen und die Schulzeit, lachte über alte Fotos... vieles kann ich nicht wegwerfen, aber trotzdem sortierte ich auch hier eine Menge aus, wie so häufig ist weniger einfach mehr.


Und es gibt auch neben der Wohnung eine Menge Dinge, die man ganz schnell und einfach [nebenbei] machen kann: 

Das Handy aufräumen - Bilder sortieren, auf den PC übertragen, bearbeitete Fotos löschen. 
Apps entfernen, die man nicht mehr (oder viel zu viel) nutzt. 
Die Handtasche komplett ausräumen, Müll wegwerfen. 
In kleinen Täschchen sortieren - Kosmetik und Medikamente in eine Tasche, Stifte, Tape & Co. in eine zweite Tasche.
Das Portemonnaie von Bons und Kleingeld befreien. 
Mit einem Müllbeutel von Zimmer zu Zimmer gehen.
Den Pflanzen neue Erde oder Dünger gönnen..

 

Im Arbeitszimmer gibt es nun eine Ecke mit zwei Kisten - für Klamotten, Schuhe, Krimskrams, altes Geschirr, Bücher.. die Kisteninhalte werden regelmäßig ins Second-Hand-Kaufhaus gebracht, wo ich immer wieder ein Regalbrett miete und sich andere vielleicht noch darüber freuen. Und der Berg wächst und wächst...
 

Was ich noch gemacht habe? Ich habe meine Lieblingsbilder aus 2016 sortiert und mein Erinnerungsalbum gestaltet - dafür habe ich meine vorhandenen Papier-, Aufkleber- und Tapesammlungen genutzt, es musste natürlich nichts Neues gekauft werden.. Überraschung!
Und ich habe schönstes Papier wiederentdeckt, das ich schon längst vergessen hatte.. und die Kiste mit Erinnerungen, wie Reisebestätigungen, Eintrittskarten, Fotos, Briefen, Konzert-Tickets, Geburtstags- und Weihnachtskarten wurde dadurch gleich geleert und hat wieder viel Platz für Neues.

 
Und hier noch ein paar meiner Tipps, die mir persönlich helfen.. 

Halte Oberflächen frei, egal ob in der Küche, auf dem Wohnzimmerregal oder im Badezimmer.
Nimm dir täglich oder alle 2 Tage - aber auf jeden Fall regelmäßig - 15 Minuten Zeit, um oberflächlich aufzuräumen - Wäsche zusammensuchen, die Spülmaschine aus-/einräumen, alles, was im Flur rumliegt, an seinen Platz zurückbringen.
Sammle an einem Ort die Dinge, die du dir geliehen hast.
 
Und ganz wichtig: Nimm dir nicht zu viel auf einmal vor. Fange mit kleinen Schritten an - heute diese Schublade, morgen das Fach, übermorgen die Tüte mit dem Altglas. Lieber kleine Erfolgserlebnisse als abends im Chaos da zu stehen. Ja, ich spreche aus Erfahrung und bin immer noch froh, dass mein Arbeitszimmer von der alten Matratze befreit und endlich wieder begehbar ist.. 
Schreib dir Listen. Es gibt doch nichts Besseres als Punkt für Punkt abzuhaken. 
Und ganz wichtig: denk an kleine Pausen! 

 

Mein Plan für die nächsten Wochen und Monate?

Die Kiste mit Kabeln und Elektrokram.
Der Keller.
Die Fächer mit Bettwäsche und Handtüchern.
Die Tupperschublade.
Der Vorratsschrank.
Das Gewürzregal.
Der Kühlschrank und das Eisfach - ausmisten, putzen, abtauen.. 
DVD´s. 
Die Kiste mit den unzähligen Wollknäueln.
Der Schrank unter der Spüle.
Die Stoffkiste.
Der Schuhschrank.

 

Ursprünglich wollte ich euch hier nur Bilder zeigen, die ich an einem Sonntag zwischen Ausmisten & Wäsche aufhängen endlich mal wieder machte. Manchmal kommt es anders als man denkt.. so wurde es zusätzlich ein kleiner Ordnung-Post. Mit meinen Gedanken und Tipps rund um das Ausmisten, Sortieren und Anpacken. 

 

Und nun bin ich gespannt - welches sind eure Aufräum-Tipps? Ich bin immer auf der Suche nach neuen Ideen und Anregungen, also: her damit! :) Und welche Ecke müsstet oder wollt ihr als Nächstes angehen? Oder ist der Vorsatz für 2017 schon vergessen?

Ich wünsche gutes Gelingen, haltet durch!
Alles Liebe, 
xx

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